Wissenschaftlicher Durchbruch: Wie das Epstein-Barr-Virus Multiple Sklerose auslösen könnte
Forschende um Prof. Christian Münz von der Universität Zürich haben einen entscheidenden Mechanismus entdeckt, wie das Epstein-Barr-Virus (EBV) Multiple Sklerose (MS) auslösen könnte. Die Studie, veröffentlicht in Nature, zeigt, dass EBV-infizierte B-Zellen ins zentrale Nervensystem wandern und dort Entzündungen fördern – ein potenzieller Ansatzpunkt für neue Therapien.
Eine neue Studie von Christian Münz und seinem Team am Institut für Experimentelle Immunologie der Universität Zürich liefert bahnbrechende Erkenntnisse darüber, wie das Epstein-Barr-Virus (EBV) die Entstehung von Multipler Sklerose (MS) begünstigen könnte. Die Forscher fanden heraus, dass EBV die Expansion von fördert, die gezielt ins zentrale Nervensystem (ZNS) wandern. Dort locken sie aktivierte T-Zellen an und lösen so Entzündungsprozesse aus, die für MS charakteristisch sind. Besonders bemerkenswert ist, dass die Depletion dieser B-Zellen mit oder die Blockade des CXCR3-Rezeptors die Infiltration von Lymphozyten ins ZNS signifikant reduziert.
Die Studie nutzte , um zu zeigen, dass EBV-infizierte B-Zellen unabhängig von anderen Immunzellen ins Gehirn einwandern und dort T-Zellen rekrutieren. Dies unterstreicht die zentrale Rolle dieser B-Zellen bei der Initiierung von MS. Die Ergebnisse könnten nicht nur das Verständnis der Krankheitsentstehung revolutionieren, sondern auch ermöglichen, die gezielt die Interaktion zwischen EBV und dem Immunsystem unterbrechen.
Die Forschung wurde unter anderem vom Schweizerischen Nationalfonds, Krebsforschung Schweiz und der Schweizerischen MS-Gesellschaft gefördert.
Quelle: Nature Artikel