Chantal Pauli, Prof. Dr. med.
- Klinik - Forschung - Lehre
- Assistenzprofessorin mit Tenure Track für Systempathology und Funktionale Tumorpathologie UZH
- Leitende Oberärztin Institut für Pathologie und Molekularpathologie USZ
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Wahrscheinlich war es meine Neugierde und meine Abenteuerlust, welche mich dazu geführt haben. Nach meiner Lehre als Biologielaborantin mit Berufsmatura, folgte ein zweiter Bildungsweg mit eidgenössischer Matura und Medizinstudium, daneben habe ich immer auf meinem Beruf als Laborantin gearbeitet. Meine Assistenzarztzeit habe ich zweimal unterbrochen um Forschungs-Fellowships an sehr renommierten Instituten in der USA zu absolvieren. Diese Erfahrung ist extrem wertvoll. Zurück in der Schweiz habe ich meine Assistenzarztzeit mit dem Facharzt für Pathologie abgeschlossen und nach einem Fellowship in Molekularpathologie war sie plötzlich da – die Chance zur Assistenzprofessur.
Das ich nie vergessen habe woher ich komme und zwar aus einer nicht-akademischen Familie - bei uns war niemand an der Uni. Ich komme so quasi vom «Bauernhof» und eine universitäre Karriere mit klinischer, wissenschaftlicher und Lehr-Tätigkeit machen mir enorm Spass, weil es so abwechslungsreich ist. Menschen waren für mich immer wichtig und ich denke mit meinem Werdegang kann ich mein Umfeld inspirieren und in meiner aktuellen Position kann ich viel Gutes tun, auch für den Nachwuchs. Zudem war mir die Patientenversorgung immer sehr wichtig und mit meiner Forschung kann ich nebst der klinischen Tätigkeit dazu beitragen.
Aus einem nicht-akademischen Umfeld zu kommen ist nicht einfach, es ist wie eine Fremdsprache zu lernen oder einen neuen «Code». Die Karriere als sog. «Physicien-Scientist» ist fantastisch aber auch eine Herausforderung: nebst der Patient:Innen-Versorgung kommt die Forschung und dazu noch die Lehre mit Nachwuchsförderung. Obwohl ich das jetzt mehr als 5 Jahre mache, ist für mich das Zeitmanagement um allen drei Aufgaben gerecht zu werden, immer noch eine Herausforderung. Das wichtigste ist und bleibt jedoch die Patient:Innen-Versorgung.
Eigentlich nichts ausser weniger Selbstzweifel zu haben, dass ich all das kann und auch verdiene. Medizin auf dem zweiten Bildungsweg zu studieren hat mich sicher zu eine bessere Ärztin gemacht.
Es ist wichtig seine Träume zu verwirklichen und dafür hart zu arbeiten. Es ist möglich eine akademische Karriere zu machen auch wenn man nicht in eine akademische Familie hinein geboren wurde. Was für mich persönlich sehr wichtig und essentiell war sind gute Mentoren und Mentorinnen. Es ist wichtig, dass junge, ambitionierte Mediziner:Innen und Wissenschaftler:Innen gezielt gefördert werden um eine erfolgreiche Karriere zu verwirklichen. Mein Rat: Sucht euch Mentoren oder Mentorinnen, welche euch unterstützen!
| Ausbildung |
Lehre Biologielaborantin mit technischer Berufsmatura, Novartis Basel (1996-1999) |
| Dissertation | Histopathology and Histomorphometry Assessment of Acute Tendon insertion Repair, Universität Bern (2009) |
| Assistenärztin |
Innere Medizin Spital Emmental (2008-2009) |
| Fellowships |
Research Fellow, Department of Molecular Medicine, SCRIPPS, San Diego, California, USA (2010-2011) |
| Facharzt |
Facharzt für Pathologie 2019 |
| Oberärztin | Institut für Pathologie und Molekularpathologie (2020 - ongoing) |
| Assistenzprofessur |
Assistenprofessorin UZH (2020-ongoing) |
| Habilitation | Venia Legendi, UZH (2021) |