Gendermedizin

Das biologische und das soziokulturelle Geschlecht haben Auswirkungen auf Präsentation, Diagnostik, Verlauf und Therapie von Krankheiten. Diese geschlechtsspezifischen Unterschiede werden in der Medizin jedoch häufiger vernachlässigt. Als erste Initiative ihrer Art in der Schweiz setzt sich die Gendermedizin an der Medizinischen Fakultät für die Implementierung der geschlechtsspezifischen Medizin in Forschung, Klinik und Lehre ein.

Kommission «Sex and Gender in Medicine»

Die ständige Kommission «Sex and Gender in Medicine» setzt sich seit ihrer Gründung 2018 für die Förderung von geschlechtermedizinischen Anliegen ein. Das Gremium setzt sich aus Mitgliedern der Medizinischen Fakultät und Vertreter*innen der Studierenden zusammen.

Lehre

CAS in Geschlechtsspezifischer Medizin

Der CAS Weiterbildungsstudiengang in Sex- and Gender-Specific Medicine richtet sich an ausgebildete Mediziner*innen und weitere Personen aus Medizin-verwandten Bereichen, welche in der geschlechtsspezifischen Medizin zusätzliche Qualifikationen erwerben möchten. Er stellt ein Schweiz-weites Projekt dar, das von den Universitäten Bern und Zürich getragen wird.

  • Inhalt: Acht zweitägige Module und Abschlussarbeit. Insgesamt 12 ECTS und bis zu 14 CME-Punkte pro Einzelmodul bei Fachgesellschaften
  • Kosten: 9'400 CHF (960 CHF für einzelne Module); eine begrenzte Anzahl von Förderplätzen ist verfügbar.
  • Unterrichtssprachen: Deutsch und Englisch
  • Programmstart: März 2021
  • Anmeldeschluss: 29. Januar 2021

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.gender-medicine.ch

Projekt «Gendermedizin-Curriculum»

Das Gendermedizin-Curriculum-Projekt unterstützt die medizinischen Fachbereiche in der Lehre bei der Erarbeitung von geschlechtermedizinischen Unterrichtsinhalten in allen Bereichen des regulären Studiums. Die UZH wird dabei von Frau Prof. Vera Regitz-Zagrosek, der Pionierin in Gendermedizin an der Charité Berlin, unterstützt. 

Prof. Vera Regitz-Zagrosek wurde im Herbst 2019 als Anna Fischer-Dückelmann Gastprofessorin mit dem Fokus auf «Sex and Gender in Medicine» an die Universität Zürich berufen. Seitdem unterstützt sie die Medizinische Fakultät im Speziellen darin, die Gendermedizin in Forschung, Klinik und Lehre zu etablieren.

Als Auftakt widmete sich im November 2019 ein Symposium dem Thema Gendermedizin, organisiert von der Kommission "Sex and Gender in Medicine". Es diskutierten Prof. Beatrice Beck Schimmer, Direktorin Universitäre Medizin Zürich, Prof. Alexandra Kautzky-Willer von der Medizinischen Universität Wien, Prof. Catherine Gebhard, Universitätsspital Zürich, Vera Regitz-Zagrosek von der Charité in Berlin und UZH-Neuropsychologie-Prof. Lutz Jäncke.

Eröffnung von Prof. Beatrice Beck Schimmer
Prof. Catherine Gebhard
Prof. Catherine Gebhard
Moderatorin Conny Czymoch
Prof. em. David Nadal
Prof. em. David Nadal
Prof. Vea Regitz-Zagrosek
Prof. Lutz Jäncke
Prof. Lutz Jäncke
Moderatorin Conny Czymoch
Prof. Alexandra Kautzky-Willer
Prof. Alexandra Kautzky-Willer
Prof. Beatrice Beck Schimmer
Dr. Maria Teresa Ferretti
Dr. Maria Teresa Ferretti
Prof. Thorsten Buch
Prof. Thorsten Buch und Conny Czymoch
Prof. Vera Regitz-Zagrosek
Prof. Vera Regitz-Zagrosek
Podiumgespräch
Prof. Susanne Wegener
Podiumgespräch
Prof. Catherine Gebhard
Podiumgespräch
Pdiumgespräch
Publikumsfrage
Podiumsgespräch
Publikumsfrage
Publikumsfrage