Teach the teacher - ZH Med4 für Vorlesungen

1) Einleitung

Im Rahmen der Curriculumsrevision ZH Med4 wird unter anderem der neue nationale, kompetenzorientierte Lernzielkatalog PROFILES umgesetzt und die Lehre wird harmonisiert und modernisiert (siehe White Paper (PDF, 714 KB)). Die Eigenverantwortung der Studierenden soll gestärkt werden und sie sollen sich in Zukunft vermehrt aktiv am Unterricht beteiligen. Diese Seite stellt Ressourcen für Dozierende zur Verfügung, um sie in diesen Prozess zu unterstützen.

Einen kompakten Einstieg ins Thema Lehre an der Medizinischen Fakultät der UZH mit Tipps und weiterführenden Literaturhinweisen bietet die folgende Broschüre der Hochschuldidaktik: Dossier "Lehren und Lernen an der Medizinischen Fakultät der Universität Zürich" (2012) (PDF, 1 MB)

2) Merkblätter ZH Med4 konkret

Im Laufe der Zeit wird eine Reihe von Merkblättern erstellt, die kurz und konkret erläutern, was die Curriculumsrevision ZH Med4 praktisch bedeutet und wie einzelne Aspekte umgesetzt werden können. Wie werden Lernziele formuliert? Wann eignet sich eine didaktische Methode? Wie kann sie umgesetzt werden? Die Reihe "ZH Med4 konkret" gibt praktische Umsetzungstipps.

ZH Med4 konkret #01: Kognitive Lernziele für Lektionen formulieren (PDF, 227 KB)

ZH Med4 konkret #02: Wissenserwerb bzw. Wissensanwendung & -transfer (Lektionstypen der Themenblöcke der SJ 3-4) (PDF, 242 KB)

ZH Med4 konkret #03: Basics für Dozierende der Themenblöcke SJ 3-4 (PDF, 573 KB)

3) Mindmaps, SSP Guides und Lernziele der Lektionen

Um die Orientierung und die inhaltliche Abstimmung innerhalb und zwischen den Themenblöcken zu erleichtern, sind in Zusammenarbeit mit den Themenblock- und Clusterleitungen der Studienjahre 3-4 sowohl Mindmaps der Themenblöcke und Cluster als auch Lernziele für jede Lektion entwickelt worden. Zudem wurden für einzelne "Situations as Starting Points" (aus PROFILES) Übersichten zu damit verbundenen Differentialdiagnosen erstellt:

4) Aktivierend unterrichten - auch im virtuellen Hörsaal

Diese Zusammenstellung dient als Einstieg um die vielfältigen Chancen des digital unterstützten Unterrichtens näher kennenzulernen, Neues auszuprobieren und sowohl Online- als auch Präsenz-Veranstaltungen mithilfe innovativer Tools und didaktisch erprobten Methoden interaktiv zu gestalten.

Ausführliche Informationen zu den verschiedensten Teaching Tools finden Sie hier

4.1) Wie kann ich Studierende während einer Online-Vorlesung aktiv einbinden?

Digitale Frage- und Abstimmungstools

Mit einem entsprechenden (Classroom Response System-) Tool (CRS) ausgestattet, stellen Sie den Teilnehmenden eine Frage, die diese über einen Link oder einen Code auf ihrem Handy, Laptop oder Tablet beantworten. Die Antwort erscheint simultan in Ihrer Präsentation, etwa in Form eines Kuchen- oder Balkendiagramms. Ihre Fragen können auf verschiedene didaktische Wirkungen zielen, z.B. ein interessanter und lockerer Einstieg in ein Thema, eine Überprüfung des Lernstoffs oder Information über den Kenntnisstand der Studierenden.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

 

Tools:

  • Mentimeter (kommerziell, in begrenztem Umfang kostenlos nutzbar - für Vorlesungen durchaus hinreichend); Anleitungen finden Sie hier (Video/Text siehe PDF links am Rand)
  • Klicker (Open Source, Zugang über SWITCHaai); Anleitungen finden Sie hier (Video/Text siehe PDF links am Rand)
  • Kahoot (kommerziell, in begrenztem Umfang kostenlos nutzbar, maximal 100 Teilnehmende); Anleitugen finden Sie hier (Video/Text siehe PDF links am Rand)
  • eduVote (für USZ-Angehörige verfügbar, weitere Informationen im Intranet unter dem Suchbegriff "Medizinstudium" oder beim Ressort Lehre USZ)
Mentimeter
Zoom (JPG, 972 KB)

Beispiele von Mentimeter:
A) Wordcloud
     B) Kuchendiagramm
     C) Bilder als Antwortmöglichkeit (Quelle Bild)
     D) Offene Frage mit Freitext als Antwortmöglichkeit

Klicker
Zoom
Beispiele von KlickerUZH:
A) Multiple-Choice-Frage
     B) Wordcloud
     C) Balkendiagramm
     D) Feedback-Channel und Confusion-Barometer
Kahoot
Zoom
Beispiele von Kahoot!:
A) Multiple-Choice Frage mit Fallbeispiel (Quelle Bild)
     B) Balkendiagramm
     C) Richtig/Falsch-Frage mit Bild
     D) Rangverkündigung am Ende eines Quiz

 

Beispiele:

 

Fragen und Antworten von Studierenden: Live-Chat, Frage & Antwort-Tool

Geben Sie den Studierenden zwischendurch die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Dies stellt eine niederschwellige Möglichkeit dar, einige Studierende zu aktivieren und ihr Verständnis des Lernstoffes zu überprüfen.

Alle modernen Videokonferenz-Tools, wie das in den letzten Semestern verwendete ZOOM, bieten einen Chat-Kanal, der bei entsprechender Einstellung von allen Teilnehmenden während der Live-Veranstaltung genutzt werden kann. Die Vorlesungen an der MeF werden als ZOOM Webinar durchgeführt, das zudem ein Frage & Antwort-Tool bietet, über das die Vorlesungsassistierenden die eingehenden Fragen für Sie / mit Ihnen verwalten.

 

Whiteboard

Mit virtuellen Pinnwänden (Whiteboards) können Beiträge von Studierenden digital gesammelt und visualisiert werden. Gemeinsam werden Inhalte z.B. in Form von Schrift, Bild, Audio oder Video erstellt und so ein interaktiver Unterricht gestaltet. Die finalen Ergebnisse können ausserdem als PDF abgespeichert und an die Studierenden verteilt werden.

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Tools:

  • Whiteboard in Padlet (Video/Text siehe PDF links am Rand)
  • Whiteboard in Miro (Video/Text siehe PDF links am Rand)
  • Whiteboard in ZOOM (Video/Text)

Beispiele:

  • Sammeln von Ideen und Beiträgen
  • Texte oder Grafiken aufzeichnen, z.B. Visualisierung einer Fallbesprechung
  • Grafik ergänzen lassen, z.B. in Anatomie

 

Gruppenräume / Breakout-Sessions (in Vorlesungen nicht verfügbar)

Da die Vorlesungen der MeF als ZOOM Webinar durchgeführt werden, besteht leider keine Möglichkeit, Gruppenräume / Breakout-Sessions zu nutzen.

In anderen Lehrformaten wie Kursen, wo Sie möglicherweise mit ZOOM Meetings arbeiten, ist dies jedoch möglich und empfehlenswert. Nutzen Sie dort sogenannte Breakout-Räume, um Teilnehmende in Kleingruppen einzuteilen und Aufgaben bearbeiten zu lassen. Eine Anleitung wie Breakout-Sessions in ZOOM angelegt werden, finden Sie hier als Video oder Text (Seiten 24-29)

 

Weitere Möglichkeiten

4.2) Wie kann ich Studierende vor und/ oder nach einer Veranstaltung aktivieren?

Online-Lernmedien / Flipped Classroom

Sie können die Studierenden einen Teil des grundlegenden Lernstoffs mithilfe von digitalen Lernmedien im Voraus und eigenständig erarbeiten lassen, um sich in der eigentlichen Veranstaltung dann auf dessen Vertiefung und konkreter Anwendung zu fokussieren, Fragen beantworten und Diskussionen führen zu können.

Lernplattform OLAT

Das von der UZH genutzte Learning Management System OLAT ist weit mehr als nur eine virtuelle Link- und Dateiablage. Mit geringem Aufwand lassen sich darin z.B. Foren und gemeinsam zu erstellende Wikis eröffnen oder Multiple-Choice-Fragen erzeugen. Weitere Infos und Unterstützung im Umgang mit OLAT finden Sie hier.

E-Portfolio

Ein Portfolio in elektronischer Form - z.B. foliotek (kommerziell) oder Mahara (OpenSource) - kann als persönliches Reflexionsmedium eine weitergehende Auseinandersetztung mit dem Lernstoff und der eigenen Praxis fördern (siehe Bräuer 2016). Weisen Sie Ihre Studierenden doch bei Gelegenheit auf diese lohnenswerte Möglichkeit hin.

 

  • Projekt "Digital Skills für Dozierende": Im Rahmen des am Studiendekanat der Medizinischen Fakultät angesiedelten Projekts "Digital Skills für Dozierende" sollen im Jahr 2021 entsprechende Schulungs- und Beratungsangebote für Dozierende aus- bzw. aufgebaut werden. Weitere Infos folgen demnächst
  • Informationen für Dozierende in den klinischen Studienjahren auf VAM
  • Teaching Tools (Hochschuldidaktik UZH)
  • Teaching Inspiration Hours (Philosophische Fakultät UZH): Eine Reihe einstündiger Webinare der DLF (Digitale Forschung und Lehre) bietet Interessierten Input zu Themen und Tools wie OLAT, MS Teams, H5P, Lernvideos, Fragetypen etc. Die nächsten Teaching Inspiration Hours finden ab 25.01.2021 bis Anfang Februar statt (in der Regel auf MS Teams, Zugriff mit UZH-Account)
  • Hochschuldidaktische Weiterbildung UZH: Auch im allgemeinen Weiterbildungsangebot der Hochschuldidaktik finden sich speziell auf Online-Lehre und -Lernen ausgerichtete Veranstaltungen, siehe Weiterbildungsprogramm "didactica", z.B. mit Kursen wie "Digital tools for interactives lectures" oder "Key elements of the Flipped Classroom". Zudem bietet die Abteilung Weiterbildung einen eintägigen Onlinekurs Online Teaching - The Basics (30.03.2021 & 05.10.2021)
  • E-Learning-Portalder UZH: Das Portal listet eine ganze Reihe nützlicher Tools für das digitale Lernen und Lehren, Prüfen usw. auf und verlinkt auf weitere hilfreiche Seiten und Angebote der einzelnen Fakultäten.
  • Deutsches Hochschulforum Digitalisierung: Eine vom deutschen Bundesministerium für Forschung und Entwicklung geförderte Gemeinschaftsinitiative, auf deren Webpräsenz zahlreiche nützliche Themendossiers zu den unterschiedlichsten Aspekten der digital unterstützten Hochschullehre zu finden sind.
  • GMS Journal for Medical Education:In zwei Sonderausgaben dieses Journals (Volume37(7), Volume 38(1)) der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) werden eine Fülle kurzer Artikel über die Erfahrungen von Dozierenden der Medizin mit den unterschiedlichsten Lern- und Lehrformaten, digitalen Tools und didaktischen Experimenten rund um die "Lehre in Zeiten von Covid-19" präsentiert. Frei zugänglich (Open Access) und sowohl auf Deutsch als auch Englisch verfügbar.

5) Aktivierung im Hörsaal - Konkrete Möglichkeiten und praktische Beispiele

Am 24.02.2020 haben wir die Dozierenden der Vorlesungen im SJ 3-4 eingeladen, mit uns über die Möglichkeiten nachzudenken, wie sich die Studierenden im Hörsaal vermehrt aktiv beteiligen können, und einige Varianten vorgestellt. Hier finden Sie die Folien und einen Podcast zum Anlass mit Matthias Guckenberger, Johannes Loffing, Katja Auinger, Balthasar Eugster und Heidi Bruderer Enzler.

Folien (PDF, 787 KB)

Podcast vom 24.02.2020

Podcast vom 24.02.2020

Weiterführende Informationen (ergänzend zu Aktivierend unterrichten - auch im virtuellen Hörsaal)

6) Standardwerke der Medizindidaktik

  • Götz, F. (2008). Medizindidaktik. Ein Handbuch für die Praxis. Bern: Hans Huber  (überarbeitete Neuauflage erwartet für Oktober 2020).
  • Kollewe, T., Sennekamp, M. & Ochsendorf, F. (2018). Medizindidaktik: erfolgreich lehren und Wissen vermitteln. Berlin: Springer. Aus UZH-Netz: Download