Medizinische Fakultät

 

06.06.2012

The Governance of Infection: On the Politics and Poetics of Contagion

Wird die Gefährlichkeit der Mikroorganismen aufgebauscht? Und: wie wird Ansteckung eigentlich definiert? Funktioniert Ansteckung immer gleich? Oder ist „Ansteckung“ einfach eine nützliche Metapher?

Diese und andere Fragen stehen im Zentrum eines zweitätigen Workshops, den das Medizinhistorische Institut und Museum und das Ethnologische Seminar der Universität Zürich mit der Unterstützung des Graduate Campus der Universität Zürich am 15. und 16. Juni 2012 durchführen.

Eine öffentliche Podiumsdiskussion eröffnet den Workshop am Freitag, 15. Juni. Am Gespräch nehmen Prof. Anne-Marie Moulin, Abteilung für Geschichte der Medizin, CNRS Paris, sowie weitere Expertinnen und Experten in den Bereichen Virologie, Medizin und Public Health der Universität Zürich teil.

Am Freitagabend wird David Armstrong, Professor für Medizin und Soziologie am King’s College in London, einen öffentlichen Vortrag halten. Armstrong ist ein Experte in Medizingeschichte. Die Geschichte der Infektionskrankheiten bildet einen seiner Forschungsschwerpunkte. Er hat zudem über Depressionen und Schlafstörungen gearbeitet und prüft derzeit die Auswirkungen von DNA-basierten Risikofaktoren auf das Verhalten.

Am Samstag, 16. Juni, werden die Expertinnen und Experten mit Doktorandinnen und Studenten eigene Forschungsprojekte besprechen. Das Ziel des Workshops mit dem Titel „The Governance of Infection: On the Politics and Poetics of Contagion“ besteht darin, den Doktoranden und Studentinnen die Möglichkeit zu geben, Ideen vorzustellen und kompetente Rückmeldungen zu erhalten. Gleichzeitig soll der Workshop die Bildung eines interdisziplinären Forschungsnetzwerkes an der Universität Zürich fördern.

Neben Professor Anne-Marie Moulin beteiligen sich an der öffentlichen Podiumsdiskussion Professor Lars Hangartner, Institut für Medizinische Virologie der Universität Zürich, Professor Nicolas Müller, Klinik für Infektionskrankheiten des Universitätsspital Zürich, Professor Werner Wunderli, Universität Genf, und Professor Flurin Condrau, Medizinhistorisches Institut und Museum der Universität Zürich.

Die Moderation übernehmen Carlo Caduff vom Ethnologisches Seminar der Universität Zürich sowie Mark Honigsbaum und Janina Kehr vom Medizinhistorischen Institut und Museum der Universität Zürich.

Die Podiumsdiskussion und der öffentliche Vortrag von David Armstrong finden an der Karl-Schmid-Strasse 4, Hörsaal KO2-F-152 statt.

Das genaue Programm kann folgender Website entnommen werden: www.mhiz.uzh.ch/Forschung.html

Raffael Wehrli

News

Weitere News