Prof. Dr. med. Dr. phil. Nikola Biller-Andorno

Professorin Biomedizinische Ethik

«Als Professorin mit Kindern braucht man eine starke intrinsische Motivation und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.»


1990 – 1996 Studium der Medizin an der Universität Erlangen
-Nürnberg (Staatsexamen) sowie der Philosophie,
Psychologie und Soziologie (Magistra Artium) an
der Fernuniversität Hagen
1997 Promotion zum Dr. med., Universität Erlangen-Nürnberg
1997 – 1998 Visiting Scholar am Program for Humanities
in Medicine der Yale University und Research
Fellow an der Harvard Medical School
1998 – 2002 Assistentin bzw. Oberassistentin, Abt. Ethik und
Geschichte der Medizin, Georg-August-Universität Göttingen
2000 Approbation als Ärztin
2001 Promotion zum Dr. phil., Fernuniversität Hagen
2002 Habilitation, Universität Göttingen
2002 – 2004 Ethikerin an der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf
2004 – 2005 Ausserordentliche Professorin und Direktorin des Instituts
für Ethik in der Medizin, Charité-Universitätsmedizin Berlin
Seit 2005 Ordentliche Professorin und Direktorin des Instituts
für Biomedizinische Ethik, Universität Zürich
Seit 2009 Leiterin des Ethik-Zentrums und Direktorin des
PhD-Programms «Biomedical Ethics and Law»
(medical track), Universität Zürich

Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?

Weil ich das Freie und Selbstbestimmte an der wissenschaftlichen Arbeit schätze. Es schien mir immer das grösste Privileg, mich von Berufs wegen den Fragen zuwenden zu dürfen, die mich umtreiben.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?

Ich kann Visionen entwickeln und umsetzen. Ich kann mit Menschen arbeiten, die ähnliche Fragen spannend und wichtig finden. Und ich kann künftigen Ärztinnen und Ärzten aufzeigen, warum Ethik in ihrem Berufsalltag eine wichtige Rolle spielen wird.

Hatten Sie Vorbilder, die Ihren Werdegang beeinflusst haben?

Eine Professorin hat mich während meines Medizinstudiums ermutigt, das zu tun, was mich wirklich interessiert, auch wenn es sich bei der Medizinethik um eine junge Disziplin mit wenig etablierten Karrierepfaden und -aussichten handelte. Eine wunderbare Ärztin, mit der ich in Harvard zusammen arbeiten durfte, hat mich vor intellektualistischer Überheblichkeit und Zynismus bewahrt und mein Interesse an alltagsrelevanten ethischen Fragen gestärkt.

Welche Tipps geben Sie einer Jungforscherin auf den Weg, die eine akademische Karriere ins Auge fasst?

Wenn Du es wirklich willst, lass nicht locker und beiss Dich durch.