Prof. Dr. med. Beatrice Beck Schimmer

Professorin Anästhesiologie

«Forschung bringt medizinischen Fortschritt.»


1982 – 1988 Studium der Humanmedizin, Universität Bern
1988 Promotion, Universität Bern
1988 – 1994 Assistenzärztin
1994 – 1996 University of Michigan Medical School Ann Arbor, USA
1997 – 2004 Oberärztin, UniversitätsSpital Zürich
2003 Habilitation, Universität Zürich
seit 2005 Leitende Ärztin, Universitätsspital Zürich
seit 2009 Ausserordentliche Professorin für Anästhesiologie,
Universität und UniversitätsSpital Zürich

Weshalb haben Sie sich für die Wissenschaft entschieden?

Als Fachärztin für Anästhesiologie hatte ich bereits nach kurzer Zeit das Verlangen, das Verständnis für gewisse Krankheitsbilder zu vertiefen. Ich wollte die Krankheitsmechanismen auf molekularer Ebene verstehen und für Krankheiten mögliche neue Therapien finden.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit und was ist das Besondere dabei?

Meine Arbeit beinhaltet einerseits ein 50%-Pensum als Leitende Ärztin der Anästhesiologie am Universitätsspital, andererseits ein 50%-Pensum als Forscherin, wobei ich sowohl in der Grundlagen- als auch in der klinischen Forschung tätig bin.

Gab es in Ihrer Karriere besonders prägende Durststrecken oder Misserfolge? Wie überwanden Sie diese?

Es gibt immer wieder Durststrecken. In Problemsituationen habe ich gelernt, schnell zu analysieren und wenn nötig in eine andere Richtung vorzudringen, aber dabei den Blick nach vorne zu richten. Meine positive Haltung hat mir meistens ermöglicht, schwierige Situationen erfolgreich zu meistern, und die Durststrecken ohne grösseren Schaden zu überwinden.

Ist es aus Ihrer Sicht eine Herausforderung, die Balance zwischen Forschung und der Arbeit in der Klinik zu halten?

Ja, es ist eine Herausforderung vor allem was das Zeitmanagement betrifft. Es bedarf einer guten Organisation sowie Selbstdisziplin. Die Balance kann nur gehalten werden, da es für mich persönlich ohne Forschung keine klinische Arbeit gibt und umgekehrt.

Welche Massnahmen ergreifen Sie, um den wissenschaftlichen Nachwuchs an Ihrem Institut zu fördern?

Ich leite das Mentoring-Programm für Ärztinnen und Ärzte und versuche junge Mitarbeitende für die klinische Forschung zu motivieren. Zudem möchte ich Vorbild sein und zeigen, wie man Arbeit mit einem ‹gesunden› Privatleben vereinbaren kann.

Welche Tipps geben Sie einer Jungforscherin auf den Weg, die eine akademische Karriere ins Auge fasst?

Eine gute und frühe Planung ist wichtig, bestenfalls bereits während des Studiums.